Sterner sind Sieger!
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Foto: Matthias Vogel

Junioren
Montag, 08.06.2026 08:48 Uhr | Matthias Vogel

A-Junioren sichern die Regionalliga

Die A-Junioren des SFC Stern 1900 haben trotz zweier Platzverweise vorzeitig den Klassenerhalt in der Regionalliga Nordost geschafft. Im ersten "Matchball" bezwang die Mannschaft von Giuseppe Stincone den Förderkader René Schneider mit 4:2 (3:1) und sicherte sich damit vorzeitig den Verbleib in der höchsten Nachwuchsspielklasse des Nordostens.

Der FC Förderkader René Schneider erwischte den besseren Start und bis Stern sich sortierte, "hätten uns die zwei einschenken" können, wie Sterns Sportlicher Leiter für die A- und B-Junioren, Christian Müller, nach dem Spiel befand. "Dann sieht es vielleicht anders aus."

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Doch die Steglitzer Junioren hielten sich eben schadlos und fanden immer besser in die Partie. Und dann war es soweit. Nach einer Ecke zog Enis Kilic von der Strafraumkante flach ab und traf unhaltbar zum 1:0 (29.). Die Gäste aus Rostock meldeten sich durch Jonas Pfalzgraf zwar mit einem gefährlichen Distanzschuss an, der jedoch über das Tor strich. Danach schlug Stern erneut zu. Ismar Hodzic brachte eine Ecke präzise in den Strafraum, wo Kilic am höchsten stieg und zum 2:0 einköpfte (42.). "Kein Zufall", sagte Müller. "Das wird trainiert."

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Kurz vor der Pause folgte das Highlight des Tages. Tugra Ucungan brachte bei einem Angriff über die rechte Seite mit einer sensationellen Hackenablage Manu Rabet in die Show. Der zog aus spitzem Winkel ab und traf über die Unterkante der Latte spektakulär zum 3:0. Dass nicht schon vor dem Halbzeitpfiff der Fisch schon in der Dose war, hatte mit einer Unaufmerksamkeit in der Sterner Hintermannschaft zu tun. Nach einer Hereingabe vom linken Flügel erfreute sich Jonas Pfalzgraf völliger Bewegungsfreiheit, verkürzte auf 3:1 und hielt den Förderkader im Spiel.

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Nach dem Seitenwechsel wurde es turbulent. In der 49. Minute sah Doppelpacker Enis Kilic die Gelb-Rote Karte. Kurz darauf traf Förderkader-Kapitän Ferdinand Bloch per Kopf die Latte. In der 66. Minute gelang Bloch schließlich das 3:2. Plötzlich war die Begegnung wieder völlig offen. Die Gäste drängten auf den Ausgleich und hatten das Momentum auf ihrer Seite.

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Stern stemmte sich mit großem Einsatz dagegen. Nachdem Salomba Kaba zunächst noch allein vor dem Torwart gescheitert war, sorgte er in der 80. Minute für die Vorentscheidung. Mit energischem Nachsetzen eroberte er den Ball, zog davon und wuchtete aus halblinker Position die Kugel eiskalt zum 4:2 in die rechte untere Ecke.

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Doch auch danach wurde es nicht ruhiger. Nur zwei Minuten später sah Stern-Kapitän Mehmet Capoglu wegen Nachttretens die Rote Karte. Unverständnis und Zorn über die Entscheidung des Schiedsrichters, vor allem auf der Tribüne. So oder so: Die Gelb-Blauen mussten die Schlussphase mit nur neun Spielern überstehen.

Stincone: "Am Ende war es nur noch ein großer Kampf"

Was folgte, war ein leidenschaftlicher Abwehrkampf. Mit doppelter Unterzahl verteidigte Stern den Vorsprung bis zum Schlusspfiff und feierte anschließend den gesicherten Klassenerhalt. Besonders wichtig waren die Entlastungsangriffe, die Stern über die beiden pfeilschnellen und unermüdlichen Spitzen Rabet und Kaba fuhr. Die Gäste kamen aus der Habachtstellung bis zum Schluss nicht heraus und die beiden hatten mehrmals weitere Treffer auf dem Fuß.

Stincone zeigte sich nach dem Spiel stolz auf seine Mannschaft. Die beiden Roten Karten seien für ihn nicht nachvollziehbar gewesen. Entscheidend sei aber gewesen, dass sein Team kurz vor der Pause noch das 3:1 kassiert habe.

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„Dadurch waren wir sofort wieder wach“, erklärte der Trainer. Die Mannschaft habe über den gesamten Spielverlauf immer enger zusammengefunden und gerade in Unterzahl große Moral gezeigt. „In Unterzahl und später in doppelter Unterzahl war es dann nur noch großer Kampf. Aber die Jungs haben das gemeinsam gelöst und sich diesen Sieg verdient.“

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So endete ein Nachmittag, der alles bot: Traumtore, Platzverweise, Dramatik und schließlich große Erleichterung. Für den Verein ist der Klassenerhalt von großer Bedeutung. Die Regionalliga gilt als wichtiger Baustein für die Entwicklung des Junioren- und später auch des Männerfußballs beim SFC Stern 1900.