Mit Rückenwind zu Croatia
Nach dem überzeugenden 4:0 gegen Blau-Weiß 90 will der SFC Stern 1900 nun auch auswärts nachlegen. Beim Tabellenletzten S.D. Croatia Berlin soll endlich der erste Dreier in der Fremde gelingen. Trainer Jeremy Kaatz warnt allerdings davor, den Oberliga-Absteiger zu unterschätzen.
Foto: Matthias Vogel
Die Ausgangslage scheint eindeutig. Während der SFC Stern 1900 zuletzt beim 4:0-Heimsieg gegen Blau-Weiß 90 Berlin überzeugte, kommt S.D. Croatia Berlin nach dem Abstieg aus der Oberliga noch immer nicht richtig in Tritt. Der personelle Umbruch hat offenbar Spuren hinterlassen, der ehemalige Oberligist findet sich am Tabellenende wieder. Doch gerade darin liegt für Stern eine Gefahr.
Foto: Matthias Vogel – Luca Rohr.
Trainer Jeremy Kaatz warnt ausdrücklich davor, den Gegner an seiner Tabellenposition zu messen. Eine Handvoll Spieler mit Oberliga-Format stünden bei Croatia schließlich noch immer auf dem Platz. Und ohnehin sei in der Berlin-Liga kein Gegner im Vorbeigehen zu schlagen.
Für die Steglitzer wird es deshalb darauf ankommen, den richtigen Spagat zwischen Lockerheit und der nötigen Ernsthaftigkeit hinzubekommen. Schließlich hat die Mannschaft am vergangenen Wochenende gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Beim 4:0 gegen Blau-Weiß 90 dominierte Stern über weite Strecken und erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten. Ganz zufrieden war Kaatz dennoch nicht. Vor allem die Chancenverwertung in der zweiten Halbzeit hätte besser sein können. Luca Rohr tauchte beispielsweise frei vor dem gegnerischen Tor auf, auch Jordan Thurau ließ eine gute Gelegenheit liegen. Anlass für größere Kritik sah der Trainer angesichts des überzeugenden Auftritts allerdings nicht.
Foto: Matthias Vogel – Philipp Olsowski.
Nun gilt es, die Leistung zu bestätigen. Mit einem Sieg bei Croatia könnten die Steglitzer den Erfolg gegen Blau-Weiß nicht nur veredeln, sondern auch in der Tabelle weiter Boden gutmachen. Vor allem aber wäre es der erste Auswärtssieg der Saison.
Breiter Kader als großes Plus
Personell sieht Kaatz der Aufgabe gelassen entgegen. Zwar fällt Philipp Olsowski nach seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Blau-Weiß aus, ansonsten dürfte die Startelf weitgehend unverändert bleiben. Dass einzelne Spieler fehlen, bereitet dem Trainer wenig Kopfzerbrechen. Der Kader ist breit und vor allem ausgeglichen besetzt. Wer ausfällt, kann durch einen anderen Spieler ersetzt werden, ohne dass die Qualität darunter wesentlich leidet.
Foto: Matthias Vogel – Mik Dankou.
Diese Homogenität könnte sich im weiteren Saisonverlauf als einer der größten Trümpfe der Steglitzer erweisen. Schon jetzt zeigt sich, dass Kaatz personell über mehrere Alternativen verfügt und Ausfälle auffangen kann.
Foto: Matthias Vogel – Nazarii Yakovenko.
Am Sonntag soll sich diese Stärke erneut auszahlen. Im Friedrich-Ebert-Stadion wartet auf Stern eine andere Herausforderung als zuletzt gegen Blau-Weiß. Gegen den Tabellenletzten wird es weniger darum gehen, die eigene Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, als vielmehr darum, sie mit der nötigen Konzentration auf den Platz zu bringen.
Foto: Matthias Vogel
Das Ziel ist jedenfalls klar: Die drei Punkte sollen mit nach Steglitz.
S.D. Croatia Berlin – SFC Stern 1900
Sonntag, 1. November 2026, 14.30 Uhr
Friedrich-Ebert-Stadion, Bosestraße 21, Berlin-Tempelhof
