Sterner sind Sieger!
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Foto: Matthias Vogel

1. Herren
Samstag, 19.09.2026 16:37 Uhr | Matthias Vogel

Auf der Suche nach Klarheit

Zwei Unentschieden, zweimal Moral bewiesen – aber auch zweimal einem frühen Rückstand hinterhergelaufen. Vor dem Auswärtsspiel beim Berliner SC am Sonntag (11 Uhr) zeigt sich beim SFC Stern 1900 Licht und Schatten. Trainer Jeremy Kaatz sieht seine junge Mannschaft dennoch auf dem richtigen Weg.

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Das Problem zieht sich bislang durch die Saison. Schon zum Auftakt gegen den TSV Rudow kassierte Stern ein frühes Gegentor, gegen den SC Staaken passierte es wieder. Am Donnerstag bei Blau-Weiß Hohen Neuendorf wurde es noch heftiger: Tim Niederau traf nach nicht einmal einer Minute, Leon Draski erhöhte in der neunten auf 2:0.

Ein Spielverlauf ganz nach dem Geschmack der Gastgeber. Hohen Neuendorf konnte sich auf dem kleinen Kunstrasen in der Niederheide zurückziehen und Stern den Ball überlassen. „Dann wurde es richtig, richtig schwer“, sagt Kaatz.

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Kennedy Da Silva Co ( Bild oben) brachte Stern unmittelbar vor der Pause mit dem 1:2 zurück. Danach rannten die Steglitzer gegen einen tief stehenden Gegner an. Rund 400 erfolgreiche Pässe standen am Ende für Stern zu Buche, nur 120 für Hohen Neuendorf.

Die besseren Möglichkeiten hatte dennoch häufig der Gastgeber. Hohen Neuendorf lauerte auf Konter – und jetzt schlug die Stunde von Ersatztorwart Toni Stroehlke. Mit zwei starken Paraden hielt er Stern im Spiel. Auch beim Ausgleich hatte er seine Füße im Spiel: Sein langer Ball erreichte Kennedy Da Silva Co, der per Kopf verlängerte. Yunus Can lief durch und traf in der 85. Minute zum 2:2.

Moral stimmt, Klarheit fehlt

Auch eine Woche zuvor gegen Staaken hatte sich Stern nach Rückstand noch ein 2:2 erkämpft. Was Kaatz seiner Mannschaft derzeit vor allem noch fehlt, ist die Selbstverständlichkeit einer eingespielten Mannschaft.

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Gerade im letzten Drittel macht sich Stern die Räume mitunter selbst eng. Kaatz spricht auch vom fehlenden „Vertrauen in die Klarheit“: zu erkennen, wann der einfache Ball die Linie entlang die beste Lösung ist, statt hinten herausspielen zu wollen, während der Gegner mit fünf Spielern „mit Schaum vor dem Mund“ presst.

Dieses blinde Verständnis braucht Zeit. Kaatz erkennt aber, dass seine Mannschaft von Spiel zu Spiel sicherer wird.

Ähnliche Voraussetzungen beim BSC

Am fünften Spieltag trifft Stern auf einen Gegner, bei dem Kaatz einige Parallelen sieht. Auch beim Berliner SC gab es einen Trainerwechsel, viele Abgänge und zahlreiche Spieler aus der A-Jugend rückten nach.

Der Unterschied: Der BSC holte sich auf wichtigen Positionen Erfahrung dazu. Einer davon ist Sven Reimann, der zuletzt für Hertha 03 Zehlendorf in der Regionalliga spielte.

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Und die Charlottenburger haben ihren Umbruch bislang besser in Punkte umgemünzt. Mit neun Zählern steht der BSC auf Rang zwei. Stern hat zwei Punkte, allerdings wegen der 19 Mannschaften umfassenden Liga und eines bereits spielfreien Wochenendes erst drei Partien absolviert.

Kaatz fährt trotzdem mit einem guten Gefühl zum Hubertussportplatz. Der Trainer sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg und glaubt, dass der erste Saisonsieg näher rückt.

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Bis auf Alexander Willam, der wegen einer Daumenverletzung vier bis fünf Wochen fehlen wird, und Tugra Ucungan, der voraussichtlich zwei bis drei Wochen ausfällt, sind alle Spieler an Bord.

Am Sonntag soll aus der guten Moral möglichst mehr werden. Vielleicht hilft dabei ein ganz einfacher Anfang: diesmal nicht gleich einem Rückstand hinterherzulaufen.