Sterner sind Sieger!
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Foto: Ralf Seedorff

1. Herren
Montag, 15.06.2026 21:25 Uhr | Matthias Vogel

Zum Abschied ein Sieg

Vor dem Anpfiff wird Abschied genommen, nach dem Abpfiff darf gejubelt werden: Der SFC Stern 1900 schlägt Absteiger Polar Pinguin zum Saisonabschluss dank eines Doppelpacks von Colin Drost hochverdient mit 2:0.

Foto: Ralf Seedorff

Vor dem Anpfiff stand zunächst der Abschied im Mittelpunkt. Nico Wobeser wurde nach mehr als zehn Jahren bei Stern mit dem gerahmten Trikot mit seiner Nummer 14 geehrt. Verabschiedet wurden zudem Cheftrainer Yanik Schottelius und Co-Trainer Stanislav Shapiro, die die Mannschaft nach den zahlreichen Winterabgängen übernommen und mit einer starken Rückrunde stabilisiert hatten.

Keeper Erlbilgin stärkster Pinguin

Auf dem Platz übernahm Stern anschließend schnell die Kontrolle. Gegen offensiv harmlose Gäste erspielten sich die Hausherren früh die besseren Möglichkeiten. Nach einem Foul an Wobeser bot sich in der 18. Minute die erste große Chance. Ali Iraqui versuchte es per Freistoß flach an der Mauer vorbei, scheiterte jedoch n Polar-Keeper Ekrem Erlbilgin, der ohnehin einen Sahnetag erwischte.

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Nur wenig später bereitete Nicolas Fäßler die nächste Großchance vor. Seine scharfe Hereingabe fand Omar Hajjaj, der frei vor dem Tor zum Abschluss kam. Doch erneut blieb der Schlussmann Sieger. Auch eine weitere Gelegenheit ließ Hajjaj liegen, nachdem ihm ein Fehlpass von Polar Pinguin freie Bahn verschafft hatte.

Die Führung nach einer halben Stunde war verdient

Die verdiente Führung fiel schließlich in der 32. Minute. Ein langer Ball aus der eigenen Hälfte erreichte Iraqui auf der linken Seite. Sein scharfes Zuspiel ins Zentrum erreichte Colin Drost an der Torraumkante, der den Ball zum 1:0 ins Netz spitzelte.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielverlauf. Polar Pinguin kam lediglich in der 77. Minute zu einer nennenswerten Möglichkeit, als Luca Kluge nach einer Hereingabe aus aussichtsreicher Position knapp links am Tor vorbeischoss.

Foto: Ralf Seedorff

Stern dagegen ließ die Vorentscheidung mehrfach liegen. Der eingewechselte Darren Adamo prüfte den Torwart mit einem wuchtigen Schuss aus halblinker Position. Kurz darauf verzog Mik Dankou nach einer Flanke von Adamo am zweiten Pfosten. Berk Karadayi setzte sich stark im Eins-gegen-eins durch, scheiterte jedoch am erneut stark reagierenden Keeper. Nach einer Ecke köpfte Franz Wetzel knapp vorbei, ehe Jordi Thurau eine weitere Großchance ungenutzt ließ.

Foto: Ralf Seedorff

So blieb die Partie trotz klarer Überlegenheit der Gastgeber lange offen. Erst in der ersten Minute der Nachspielzeit fiel die Entscheidung. Nach einem langen Ball auf Jordi Thurau gelangte der Ball über Umwege erneut vor die Füße von Colin Drost. Der Angreifer zog aus zentraler Position ab. Erlbilgin war zwar noch am Ball, konnte den Einschlag zum 2:0 aber nicht mehr verhindern.

Schottelius: "Ich habe mich bei Stern sehr wohlgefühlt"

Yanik Schottelius hatte bei seinem letzten Spiel wenig zu bemängeln am Spiel des SFC Stern 1900. "Bestenfalls die Chancenverwertung, ansonsten haben wir das heute ordentlich gemacht", sagte er nach dem Abpfiff. Der Abschied falle ihm nicht leicht, sagte er. "Ich habe mich hier bei Stern sehr wohlgefühlt, aber für mich haben sich die Prioritäten im Leben eben verschoben. Und dann muss man sich vielleicht auch mal eingestehen, dass man nicht alles zusammen schafft."

Foto: Matthias Vogel

Auf dem Sterner hinterlassen Schottelius und Shapiro einen starken Eindruck. Nach den Querelen und Turbulenzen in dieser Saison ist der dritte Platz im Abschluss-Tableau aller Ehren wert. Das war so definitiv nicht zu erwarten.