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Foto: Ralf Seedorff

1. Herren
Freitag, 12.06.2026 23:55 Uhr | Matthias Vogel

Abschied: Sterns Männer vor Emotionalem Saisonfinale

Trainer Yanik Schottelius und mehrere Stützen bestreiten ihr letztes Heimspiel. Gegen Polar Pinguin soll die starke Rückrunde gekrönt werden.

Der letzte Spieltag der Berlin-Liga steht an – und für den SFC Stern 1900 wird es ein emotionaler Nachmittag. Wenn am Samstag um 13.30 Uhr Polar Pinguin an der Kreuznacher Straße gastiert, geht es nicht nur um die Verteidigung des dritten Tabellenplatzes. Es ist zugleich der Abschied von Trainer Yanik Schottelius und seinem Co-Trainer Stanislav Shapiro sowie mehreren verdienten Spielern, die ein letztes Mal im Sterner Trikot vor heimischem Publikum auflaufen werden.

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Mit Nico Wobeser, Jule Hartmann und Tim Schönfuß-Hahm verabschieden sich gleich drei wichtige Stützen zum Brandenburgligisten Ludwigsfelder FC. Auch einige andere Spieler werden die Steglitzer verlassen. Entsprechend steht die Partie ganz im Zeichen des Abschieds. Eingebettet ist das Spiel in das große Saisonabschlussfest des Vereins.

Schottelius: "Das wird eine schwere Aufgabe."

Sportlich ist die Ausgangslage klar: Stern geht als Tabellendritter in den letzten Spieltag und möchte diesen Rang verteidigen. Der Gegner steht bereits als Absteiger fest, doch Schottelius warnt ausdrücklich davor, daraus die falschen Schlüsse zu ziehen. „Das wird eine schwere Aufgabe“, sagt der Stern-Coach. Gleich zweimal habe er Polar Pinguin in dieser Saison beobachtet. Beide Auftritte hätten ihn überzeugt. Die Mannschaft habe sich keineswegs wie ein klassischer Absteiger präsentiert. Allerdings hänge bei Polar Pinguin vieles von der personellen Besetzung ab.

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Davon kann Stern ja auch ein Lied singen. Selten hatte Schottelius in seiner kurzen Amtszeit alle Spieler zur Verfügung. Und auch bei seinem letzten Tanz auf dem Sterner fehlen ihm die beiden Urlauber Kapitän Luca Rohr und Torjäger Oliver Gantzberg, Ali Shaarawy der aus persönlichen Gründen nach Ägypten reisen musste, und die beiden Verletzten Nizar Jouini und Hamid Sen.

Entwicklung soll auch gegen die Pinguine sichtbar sein

Für Stern geht es derweil darum, die Entwicklung der vergangenen Monate noch einmal sichtbar werden zu lassen. Beim torlosen Remis gegen den bereits feststehenden Meister Füchse Berlin zeigte die Mannschaft zuletzt eine ihrer stärksten Saisonleistungen und war näher am Sieg dran als die Gäste.

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Diese Entwicklung ist auch für Schottelius selbst ein wichtiger Aspekt seines Abschieds. Zu Beginn seiner Amtszeit habe der Fokus vor allem auf defensiver Stabilität gelegen. „Wir wollten kompakt stehen, schwer zu bespielen sein und eklig in den Zweikämpfen auftreten“, blickt der Trainer zurück. Mittlerweile sei die Mannschaft einen Schritt weiter. Spielkontrolle und Ballbesitz würden inzwischen eine deutlich größere Rolle spielen. Im flexiblen 3-5-2-System habe Stern zuletzt immer wieder auf die Strukturen des Gegners reagiert. Auch gegen Polar Pinguin werde das richtige Anlaufverhalten eine wichtige Rolle spielen, so Schottelius.

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Der Trainer verlässt den Verein zwar aus persönlichen Gründen, blickt auf seine Zeit an der Kreuznacher Straße aber mit großer Zufriedenheit zurück. Schottelius macht keinen Hehl daraus, dass ihm der Abschied nicht leichtfällt. Er gehe durchaus mit einem weinenden Auge, sagte er. Ein Heimsieg, Platz drei und ein gelungener Abschied für Trainer und Spieler – besser könnte das Schlusskapitel dieser Saison aus Sterner Sicht kaum aussehen.