Stern bietet Meister Paroli: 0:0
Manchmal sagt ein 0:0 deutlich mehr aus als manch torreiches Spektakel. Das Spitzenspiel der Berlin-Liga zwischen dem SFC Stern 1900 und Meister Füchse Berlin war genau so ein Fall. Vor allem taktisch boten beide Mannschaften den Zuschauern eine hochinteressante Partie, in der sich zwei bestens organisierte Teams auf Augenhöhe begegneten.
Von Beginn an war zu erkennen, warum die Reinickendorfer bereits vorzeitig die Meisterschaft eingefahren haben. Die Füchse verteidigten äußerst diszipliniert, standen kompakt und ließen den Sternern nur wenig Raum. Die Gastgeber wiederum blieben geduldig im Spielaufbau und suchten immer wieder nach Lösungen gegen die gut gestaffelte Defensive.
Foto: Matthias Vogel
Die erste nennenswerte Gelegenheit gehörte dennoch den Gästen. Der quirlige Rayan Manssour war links durch, nachdem Mert Torun einen langen Diagonalball unterlaufen hatte, passte in den Rückraum, fand jzum Glück für Stern jedoch keinen Abnehmer. Auf der anderen Seite setzte Nico Wobeser einen Kopfballaufsetzer nach einer Ecke ans Außennetz.
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Die größte Chance der ersten Hälfte bot sich den Sternern in der 39. Minute. Tim Schönfuß-Hahm behauptete den Ball auf der rechten Seite gegen mehrere Gegenspieler und spielte ins Zentrum zu Wobeser. Dessen Ablage landete bei Luca Rohr, dessen Abschluss aus 20 Metern an den Innenpfosten Ides Füchse-Gehäuses klatschte und von dort wieder ins Spielfeld sprang. Kurz vor der Pause versuchte es Omar Hajjaj aus zentraler Position, doch Füchse-Keeper Nils Lox war zur Stelle. "Auch eine sehr gute Möglichkeit", sagte 1900-Coach Yanik Schottelius nach dem Abpfiff.
Drei Chancen zum Sieg innerhalb von einer Minute
Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung weiterhin von Disziplin und Geduld geprägt. Karim Zoungrana prüfte Elias Fürstenau kurz nach Wiederbeginn mit einem Distanzversuch, der Stern-Schlussmann blieb jedoch ohne Probleme Herr der Lage. Auf der anderen Seite kam Schönfuß-Hahm nach einer Hereingabe von Wobeser aus der Drehung zum Schuss, der aber einen guten Meter über die Latte ging. Wenig später setzte ein Füchse-Akteur von der Strafraumkante einen Drehschuss neben das Tor.
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Je länger die Partie dauerte, desto mehr entstand der Eindruck, dass ein einzelner Treffer die Entscheidung bringen würde. Doch weder der Meister noch die Sterner fanden die entscheidende Lücke.
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Fast hätte die Nachspielzeit doch noch einen Sieger gebracht; Stern. Zunächst zog Oliver Gantzberg aus rund 20 Metern ab und zwang Nils Lox zu einer starken Parade, die nur zur Ecke geklärt werden konnte. Die anschließende Hereingabe köpfte Nico Samuel Wobeser auf das Tor. Ein Verteidiger rettete, ebenso wie wenig später einen Nachschuss von Mik Dankou. Die nächste Ecke wurde zunächst abgewehrt, ehe Luca Rohr den Ball per Dropkick aus der Distanz erneut gefährlich auf das Tor brachte. Doch erneut war Lox zur Stelle und bewahrte seine Mannschaft vor dem späten Rückstand.
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So blieb es bei einem torlosen Unentschieden, das dem Spielverlauf insgesamt gerecht wurde. Der SFC Stern 1900 verlangte dem Meister jedoch alles ab und zeigte eindrucksvoll, warum er selbst zur Spitzengruppe der Berlin-Liga gehört. Für die Zuschauer war es ein 0:0 der sehenswerten Art – geprägt von Taktik, Intensität und zwei Mannschaften, die genau wussten, was sie taten. "Und wenn eine Mannschaft den Sieg verdient gehabt hätte, dann wir", sagte Schottelius.
