Doppelpacker Karadayi führt Stern zum Sieg
Der SFC Stern 1900 hat seine starke Rückrunde fortgesetzt und am Mittwochabend beim TSV Mariendorf einen souveränen 3:0 (1:0)-Auswärtssieg eingefahren. Vor allem die Art und Weise überzeugte Trainer Yanik Schottelius, dessen Team sich damit vorübergehend auf Rang drei der Berlin-Liga schob.
Foto: Ralf Seedorff
Beide Mannschaften begannen im 3-5-2-System, was über weite Strecken zu direkten Mann-gegen-Mann-Duellen auf dem gesamten Feld führte. Doch genau auf dieses Szenario waren die Sterne besser vorbereitet. „Wir waren in allen Belangen überlegen“, sagte Schottelius nach dem Spiel. Gegen den Ball habe sein Team mit cleveren Positionswechseln Lösungen gefunden, in Ballbesitz viel Druck entwickelt und sich dadurch Vorteile verschafft.
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Dass Stern erstmals seit längerer Zeit nahezu aus dem Vollen schöpfen konnte, machte sich bemerkbar. Bis auf den verletzten Mik Dankou standen alle Spieler zur Verfügung, sogar ein Akteur musste aus dem Kader gestrichen werden.
Traumvorlage bringt Stern auf Kurs
Stern hielt sich nicht lange mit dem Abtasten auf. In der 3. Minute spielte Oliver Gantzberg einen perfekt getimten Steckpass aus dem Mittelfeld in den Lauf von Berk Karadayi. Der Achter startete im richtigen Moment in die Tiefe, tauchte frei vor dem Tor auf und schob überlegt zum 1:0 ein.
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Mariendorf kam zwar insbesondere über die linke Seite mit Ex-Sterner Marvin Özdal ein paar Mal zu Vorstößen, doch die Abschlüsse erfolgten meist aus ungünstigen Winkeln. Elias Fürstenau im Stern-Tor war deshalb nur selten ernsthaft gefordert. „Die Chancen entstanden auch durch einige Schlampigkeiten von uns im Spielaufbau“, ordnete Schottelius ein. Insgesamt habe sein Team die Partie aber klar kontrolliert.
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Nach dem Seitenwechsel setzte Stern seine Überlegenheit fort. Diesmal revanchierte sich Karadayi für die Vorlage zum Führungstor. Von der halbrechten Seite spielte er den Ball scharf vor das Tor, wo Gantzberg am langen Pfosten nur noch den Fuß hinhalten musste (48.). Ob die Situation möglicherweise knapp im Abseits gewesen sei, konnte Schottelius nicht abschließend beurteilen. Der Treffer zählte jedoch und sorgte für die Vorentscheidung.
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Nur fünf Minuten später machte Karadayi den Deckel drauf. Nach einem Konter versuchte der Offensivspieler den Torhüter zu überlupfen. Der Keeper bekam noch eine Hand an den Ball, konnte aber nicht verhindern, dass dieser zum 3:0 ins Netz fiel (53.). Schottelius zeigte sich nach dem Abpfiff hoch zufrieden. „Es hat wirklich Spaß gemacht, weil man gesehen hat, was mit dieser Mannschaft möglich ist, wenn alle da sind.“
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Die Sterne brachten die Partie souverän über die Zeit und unterstrichen einmal mehr ihre starke Formkurve. Zwei Spieltage vor Saisonende steht der SFC Stern 1900 vorübergehend auf Rang drei der Berlin-Liga. Zwar hat der SV Empor noch ein Spiel in der Hinterhand, dennoch kann sich die Rückrunde der Steglitzer mehr als sehen lassen.
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Am Wochenende wartet mit Tabellenführer Füchse Berlin bereits die nächste große Herausforderung auf den Sterner.
