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Foto: Matthias Vogel

1. Herren
Donnerstag, 04.06.2026 09:26 Uhr | Matthias Vogel

Jeremy Kaatz kehrt auf den Sterner zurück

Der SFC Stern 1900 hat die Trainerfrage für die kommende Saison geklärt. Jeremy Kaatz übernimmt die Berlin-Liga-Mannschaft der Steglitzer. Der 32-Jährige wechselt vom Bezirks- und Ligarivalen Steglitzer SC Südwest auf den Sterner.

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Kaatz beendet damit nach fünf Jahren seine erfolgreiche Arbeit beim SSC Südwest. In seiner ersten Station als Cheftrainer führte er die Mannschaft unter anderem zum Aufstieg in die Berlin-Liga. Aktuell kämpft der Verein dort noch um den Klassenerhalt.

"Nach fünf Jahren ist es Zeit für eine neue Herausforderung"

Der Entschluss, Südwest nach der Saison zu verlassen, stand für Kaatz bereits in der Winterpause fest, unabhängig von den Gesprächen mit dem SFC Stern 1900. "Nach fünf Jahren ist es Zeit für eine neue Herausforderung", sagt er. Dass diese Herausforderung nun auf dem Sterner wartet, hat auch mit seiner Vergangenheit beim Verein zu tun. Kaatz spielte einst gemeinsam mit Sterns neuem sportlichen Leiter Mario Langner in der ersten Mannschaft. Eine schwere Verletzung zwang ihn bereits im Alter von 21 Jahren dazu, seine aktive Laufbahn zu beenden. Anschließend schlug er den Weg als Trainer ein.

Auch auf dem Sterner sammelte er bereits Erfahrungen an der Seitenlinie. Unter anderem betreute er die U17 und die U19 des Vereins. Entsprechend vertraut ist ihm das Umfeld. Für seine neue Aufgabe sieht er darin einen Vorteil, da viele Strukturen und Ansprechpartner bereits bekannt sind.

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Sportlich steht Kaatz für eine ballbesitzorientierte Spielweise. Seine Mannschaften sollen kompakt auftreten, schnell umschalten und mutigen Fußball spielen. Die konkrete Grundordnung werde sich am vorhandenen Spielermaterial orientieren. Wichtig sei ihm jedoch ein moderner und attraktiver Fußballstil. "Durchaus auch frech. Gegen die Schwergewichte wollen wir nicht wie ein Kaninchen vor der Schlange auftreten", fordert er jetzt schon.

Ein besonderes Augenmerk legt der neue Cheftrainer auf die Entwicklung junger Spieler. Die Förderung von Talenten gehörte bereits bei Südwest zu den Schwerpunkten seiner Arbeit. Der Beleg: Zuletzt standen beim SSC Südwest regelmäßig mehrere sehr junge Akteure auf dem Platz. Wer sich im Training anbiete, solle auch die Chance erhalten, sich im Männerbereich zu beweisen, sagt Kaatz. Mit dem starken Unterbau des SFC Stern 1900 sieht er dafür sehr gute Möglichkeiten.

Die Mischung macht's

Auch die Kaderplanung für die kommende Saison ist bereits weit fortgeschritten. "Wir befinden uns im intensiven Austausch mit den Spielern", verrät der neue Coach. Mit Toni Stroehlke, Philipp Olsowski und Til Schramm sollen mehrere Spieler vom SSC Südwest auf den Sterner wechseln. Darüber hinaus laufen Gespräche mit weiteren Akteuren. Keine Wilderei, so Kaatz. "Das hat sich so ergeben. Damals folgten mir ein halbes Dutzend Spieler von Stern zu Südwest, nun kehren einige von ihnen wieder zurück." Dass es sich dabei zum Teil um Routiniers handelt, ist für den neuen Sterner Coach kein Widerspruch zur Philosophie – im Gegenteil: "Gerade, wenn du viele Junge hast, brauchst du auch ein paar Erfahrene."

Aus dem bisherigen Sterner Kader haben bereits zahlreiche Spieler ihre Zusage für die kommende Saison gegeben. Besonders wichtig sind dabei die Verlängerungen von Kapitän Luca Rohr, der schon vor zwei Wochen diesbezüglich den Pflock einschlug, Oliver Gantzberg und Franz Wetzel. Für Mario Langner sind das drei wichtige Stützen der künftigen Mannschaft. Zudem haben auch Collin Drost, Jordan Thurau, Mik Dankou, Ali Shaarawy, Mert Torun, Ali Iraqui ihre Zusage für die kommende Spielzeit gegeben. Von den A-Junioren werden Jayden Cara, Ismar Hodzic und Luis Schimmelpfennig hochgezogen.

Von einigen Spielern wird sich der Verein nach der Saison verabschieden, andere werden künftig von sich aus einen anderen Weg einschlagen. Weitere Entscheidungen stehen noch aus.

Stern hofft nun auf Kontinuität und Entwicklung

Mit Jeremy Kaatz setzt der SFC Stern 1900 auf einen Trainer, der den Verein kennt, sich mit dem Umfeld identifiziert und in den vergangenen Jahren bewiesen hat, dass er Mannschaften entwickeln kann. Nun soll er auf dem Sterner – nach einem aus personeller Sicht extrem unruhigen Jahr – den nächsten Schritt einleiten und gemeinsam mit dem Verein die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. Er ist zuversichtlich: "Ich bin überzeugt, dass wir in der kommenden Saison eine junge, hungrige und schlagkräftige Truppe auf den Platz bekommen."