Stern verspielt 2:0-Führung beim SCC
Der SFC Stern 1900 hat im Endspurt der Berlin-Liga-Saison eine frühe 2:0-Führung aus der Hand gegeben und sich beim SC Charlottenburg mit einem 3:3 (2:1) begnügen müssen. In einer wilden Partie im Mommsenstadion zeigte sich Trainer Yannick Schottelius mit dem Ergebnis nur bedingt zufrieden.
Foto: Ralf Seedorff
Dabei erwischten die Steglitzer einen Traumstart. Im 3-5-2-System setzte Stern die ersten Akzente konsequent um. Omar Hajjaj, der in Abwesenheit von Oliver Gantzberg und Nicolas Fäßler als Aushilfsstürmer auflief, blieb zweimal eiskalt vor dem Tor. Bereits in der 10. Minute schob er zur Führung ein, nur fünf Minuten später erhöhte er nach dem nächsten gelungenen Angriff auf 2:0.
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„Die ersten beiden von drei Chancen waren direkt drin“, sagte Schottelius. Danach jedoch verlor Stern zunehmend die Kontrolle. Charlottenburg übernahm das Kommando und setzte sich in der Hälfte der Gäste fest. Wirklich gefährlich wurde der SCC zunächst zwar nicht, kam aber durch einen Handelfmeter zurück ins Spiel. Nach einer Rettungsaktion an der Torauslinie sprang der Ball Ali Shaarawy an die Hand. Marvin Michels verwandelte den Strafstoß zum 1:2-Anschluss (40.).
Kurz nach dem Seitenwechsel folgte der nächste Rückschlag. Nach einem eigentlich harmlosen Einwurf verlor Stern den Ball, war unsauber gestaffelt und wurde ausgekontert. Janos Löbe nutzte die Situation zum 2:2 (49.). In der Folge fand Stern zwar wieder besser in die Partie, doch genau in dieser Phase fiel die Führung für die Gastgeber. Ein Ballverlust im Vorwärtsgang leitete den nächsten SCC-Konter ein, den erneut Löbe zum 3:2 abschloss (75.).
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Auf dem großen und holprigen Rasenplatz entwickelte sich anschließend mehr Kampf als spielerischer Glanz. Immerhin bewies Stern Moral. Nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld stieg Tim Schönfuß-Hahm am höchsten und köpfte den Ball zum 3:3-Endstand ins Netz (80.).
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„Ein Unentschieden in Charlottenburg ist grundsätzlich kein schlechtes Ergebnis, weil der SCC schon sehr dominant war“, sagte Schottelius. „Aber nach einer 2:0-Führung haben wir den Anspruch, so ein Spiel zu gewinnen. Dafür waren wir heute nicht souverän genug.“
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Viel Zeit zum Nachdenken bleibt den Steglitzern nicht. Bereits am Mittwochabend (19 Uhr) gastiert Stern zum nächsten Berlin-Liga-Spiel beim TSV Mariendorf. Dort kommt es zum Wiedersehen mit den ehemaligen Stern-Spielern Marvin Özdal und Yusuf Yorguner, die zuletzt beide beim Mariendorfer 2:0-Sieg gegen die Spandauer Kickers trafen.
