Sterner sind Sieger!
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Foto: Ralf Seedorff

1. Herren
Dienstag, 05.05.2026 09:57 Uhr | Matthias Vogel

Drei Tore, rote Karte, Zittern bis zum Schluss

Der SFC Stern 1900 hat sein Heimspiel gegen den TSV Rudow mit 3:2 (3:0) gewonnen und damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Partie bot zwei klar voneinander getrennte Phasen: eine dominante erste Halbzeit – und eine umkämpfte Schlussphase in Unterzahl.

Foto: Ralf Seedorff

Stern erwischte den perfekten Start. In der 9. Minute brachte Oliver Gantzberg seine Mannschaft per Elfmeter in Führung. Auch danach blieb Stern präsent, gewann im Mittelfeld immer wieder Bälle und nutzte diese Momente konsequent. Vor dem 2:0 wurde der Ball im Zentrum zurückerobert, über mehrere Stationen weitergeleitet und schließlich zu Berk Karadayi gespielt, der vor dem Tor die Ruhe behielt und flach unten rechts einschob (20.). Sehr zum Gefallen der Kulisse auf dem Sterner, die durch den Besuch einer lautstarken schwedischen Groundhopper-Delegation - Sterns Vereinsfarben weckten in diesem Fall wohl sie Sympathien - größer ausfiel als gewohnt.

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Mit dem dritten Treffer schien die Partie früh entschieden. Nach einer Ecke setzte sich Tim Schönfuß-Hahm durch und köpfte zum 3:0 ein (38.). Zu diesem Zeitpunkt deutete nichts auf eine enge Schlussphase hin, auch wenn Trainer Yanik Schottelius später einräumte, dass einige Entscheidungen des Schiedsrichters in der ersten Halbzeit zugunsten von Stern ausfielen und auch ein möglicher Elfmeter gegen seine Mannschaft hätte gegeben werden können. Andererseits hatte Nizar Jouini zwei weitere Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen.

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Nach der Pause veränderte sich das Spielgeschehen deutlich. In der 66. Minute verursachte ausgerechnet Sterns Ex-Rudower Ali Iraqui einen Elfmeter und sah als letzter Mann die Rote Karte. Melih Hortum verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:3. Stern war fortan in Unterzahl gefordert, Rudow kam besser ins Spiel. Der Anschlusstreffer fiel in der 80. Minute – ebenfalls nach einer Ecke. Tobias Schmidt lief auf den kurzen Pfosten ein, verlängerte per Kopf und traf zum 2:3. Die Partie blieb damit bis in die Schlussphase offen, Stern musste die letzten Minuten inklusive Nachspielzeit konsequent verteidigen.

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Das gelang. „In so einer Phase musst du die Box aggressiv verteidigen“, sagte Schottelius, der mit der Defensivarbeit seiner Mannschaft zufrieden war. Mit dem Sieg dürfte sich Stern aller Abstiegssorgen entledigt haben. Gleichzeitig machte der Trainer klar: „Austrudeln gibt’s nicht.“