Sterner sind Sieger!
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Foto: Matthias Vogel

1. Frauen
Montag, 15.06.2026 21:45 Uhr | Matthias Vogel

Die Krönung bleibt aus

Der SFC Stern 1900 kommt im Rückspiel der Aufstiegsrelegation gegen den Chemnitzer FC nicht über ein 0:0 hinaus. Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel bleibt der Traum von der Regionalliga unerfüllt – vorerst.

Foto: Matthias Vogel

Als Schiedsrichterin Leni-Alexandra Kunze die Partie am Sonntagabend beendete, kannte die Enttäuschung auf dem Sterner keine Grenzen. Spielerinnen sanken zu Boden, Tränen flossen, auf den Rängen herrschte bedrückte Stille. Fast 100 Minuten lang hatten Mannschaft, Trainerteam und die zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer auf den einen Treffer gehofft, der zumindest die Verlängerung bedeutet hätte. Doch er sollte nicht fallen.

Foto: Ralf Seedorf

Dabei hatte die Kulisse gestimmt. Viele Fans waren gekommen, um die Sternerinnen auf dem letzten Schritt Richtung Regionalliga zu begleiten. Sie unterstützten ihr Team lautstark bis zur letzten Minute, sahen eine Mannschaft, die alles investierte – und am Ende dennoch mit leeren Händen dastand.

Foto: Ralf Seedorff

Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel musste Stern das Spiel machen. Die Gastgeberinnen übernahmen von Beginn an die Kontrolle, während sich Chemnitz tief zurückzog und auf Konter setzte. Doch genau wie schon vor einer Woche erwiesen sich die Sächsinnen als äußerst unangenehmer Gegner. Kompakt, zweikampfstark und diszipliniert verteidigend ließen sie nur wenige klare Chancen zu.

Foto: Ralf Seedorff

Die besten Möglichkeiten hatte dennoch Stern. Luise Wille scheiterte nach einem Freistoß von Roxana Nowak an Torhüterin Franziska Frohs (13.), die später auch einen gefährlichen Freistoß der Sterner Innenverteidigerin über die Latte lenkte (34.). Nach dem Seitenwechsel vergaben Wille (46.), Emina Wacker (61.) und Alina Lindemann (85.) weitere gute Chancen. Immer wieder fehlte die letzte Präzision, immer wieder war Frohs zur Stelle.

Foto: Matthias Vogel

Mit jeder Minute wurde die Aufgabe schwerer. Die Zeit lief den Sternerinnen davon, während Chemnitz den Vorsprung aus dem Hinspiel clever verteidigte. Weil Stern in der Schlussphase alles nach vorne warf, eröffneten sich den Gästen sogar Räume für Konter. Doch auch die Chemnitzerinnen ließen ihre Möglichkeiten ungenutzt. So blieb es beim torlosen Unentschieden. Ein Ergebnis, das nicht nur das Ende einer Relegation bedeutete, sondern auch das Ende eines großen Traums.

Foto: Ralf Seedorff

Trotz der Enttäuschung wird diese Saison jedoch in Erinnerung bleiben. Die Sternerinnen haben über Monate hinweg eine herausragende Spielzeit gespielt, sich vorzeitig die Meisterschaft gesichert und bis zum Schluss um den Aufstieg gekämpft. Dass es am Ende nicht reichte, schmälert diese Leistung nicht.

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Trainer Roman Rießler fand nach dem Schlusspfiff trotz aller Enttäuschung klare Worte. Er sprach von einem nicht unverdienten Aufstieg der Chemnitzerinnen, die über beide Spiele hinweg sehr stabil verteidigt hätten. Gleichzeitig richtete er den Blick bereits wieder nach vorne. Im Kreis seiner Mannschaft machte er deutlich: „Dann nehmen wir eben einen neuen Anlauf.“

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Die Regionalliga muss warten. Der Glaube daran, dass dieser Weg eines Tages erfolgreich endet, nicht.