Meisterlich. Souverän. Verdient.
Mit einem überzeugenden 4:0 (3:0)-Erfolg gegen Borussia Pankow haben die Frauen des SFC Stern 1900 ihre außergewöhnliche Berlin-Liga-Saison abgeschlossen. Vor der anschließenden Meisterehrung zeigte die Mannschaft von Trainer Roman Rießler noch einmal all das, was sie in dieser Spielzeit ausgezeichnet hat: Intensität, Geschlossenheit, Spielfreude und unbedingten Siegeswillen.
Foto: Matthias Vogel
Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als optimal. Mit Katharina Herber, Jennifer Kandetzkyi, Aldjiana Ibrisevic und Diana Steinmeyer fehlten gleich mehrere wichtige Stützen. Verstärkung aus der zweiten Mannschaft stand ebenfalls nicht zur Verfügung, sodass Stern mit lediglich zwei Wechselspielerinnen antreten konnte. Davon war auf dem Platz allerdings wenig zu spüren.
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Von Beginn an setzten die Sterne die Gäste mit aggressivem Pressing unter Druck und zwangen Borussia Pankow immer wieder zu Fehlern. Die Führung war die logische Folge. Nach einem Rückpass setzte Luise Wille energisch nach, brachte die Fußspitze dazwischen und lenkte den Ball an den zweiten Pfosten, wo Emina Wacker zum 1:0 einschob (17.).
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Nur drei Minuten später klingelte es erneut. Hannah Schmitz jagte einem Ball hinterher, verwickelte Pankows Torhüterin Antonia Wicke in einen Pressschlag und sah zu, wie der Ball zum 2:0 über die Linie trudelte (20.). Der dritte Treffer war schließlich die spielerische Krönung einer überragenden ersten Halbzeit. Nach einem sehenswerten Doppelpass mit Maggi Lorenz tauchte erneut Wacker frei vor dem Tor auf und vollendete aus rund zwölf Metern zum 3:0 (29.).
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„Schon zur Halbzeit war ich begeistert von dem, was die Mannschaft heute abgerufen hat“, sagte Roman Rießler später. Vor allem die Art und Weise, wie sein Team den Gegner immer wieder zu Fehlern zwang, gefiel dem Trainer. Nach der Pause verlor die Partie etwas an Intensität. Stern kontrollierte das Geschehen weiterhin souverän, ohne die Dominanz der ersten Hälfte ganz aufrechterhalten zu können. Gefährlich wurde Pankow dennoch nicht. Über die gesamte Spielzeit hinweg kamen die Gäste zu keiner echten Torchance.
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Den Schlusspunkt setzte Alina Lindemann. Corinna Statz setzte sich auf der linken Seite stark durch und legte den Ball mustergültig in den Rückraum. Lindemann musste nur noch den Fuß hinhalten und stellte auf 4:0 (70.). Sollte es tatsächlich ihr letztes Heimspiel im Stern-Trikot gewesen sein, war es ein besonders schöner Moment zum Saisonabschluss.
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Mit dem Schlusspfiff war der Weg frei für die Meisterehrung durch den Berliner Fußball-Verband. Berlin-Liga-Staffelleiterin Nadine Grund und Mareen Härte, Staffelleiterin für die Landesliga und Bezirksliga, waren mit Medaillen, Trophäe und warmen Worten im Gepäck und sorgten für viele glückliche Gesichter und einen würdigen Rahmen für eine Saison, die zumindest in die Vereinsgeschichte eingehen dürfte.
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Denn die Zahlen sprechen für sich: Eine Niederlage bei Berolina Mitte, ein Remis in Pankow, macht 73 Punkte aus 26 Spielen, 139 erzielte Tore, lediglich acht Gegentreffer und sieben Punkte Vorsprung auf Verfolger Bero. Die Sterne stellten sowohl die beste Offensive als auch mit Abstand die beste Defensive der Liga. Im Schnitt erzielte die Mannschaft mehr als fünf Tore pro Spiel und kassierte gerade einmal alle drei Begegnungen einen Gegentreffer. Es war ab der Rückrunde eine Gipfeltour ohne Diskussionen, ohne Rechenspiele und ohne Zweifel.
Foto: SFC Stern 1900
Doch die Saison ist noch nicht vorbei. Während andere Mannschaften bereits in die Sommerpause gehen, warten auf die Sterne nun die wichtigsten Spiele des Jahres. Am kommenden Sonntag gastiert der Berlin-Liga-Meister zunächst beim Chemnitzer FC. Eine Woche später fällt auf dem Sterner die Entscheidung über den möglichen Aufstieg.
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Der erste Titel ist gewonnen. Jetzt soll der große Traum wahr werden.
