Sterner sind Sieger!
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Foto: Matthias Vogel

1. Frauen
Montag, 11.05.2026 18:27 Uhr | Matthias Vogel

Berliner Meister: Sterns Frauen krönen dominante Saison

Sterns Frauen sind Berliner Meisterinnen. Mit einem souveränen 6:1 beim Friedrichshagener SV machte die Mannschaft von Trainer Roman Rießler den Titelgewinn am Sonntag vorzeitig perfekt – und lieferte dabei vor allem in der ersten Hälfte eine echte Machtdemonstration.

Schon nach drei Minuten brachte Alina Lindemann Stern per Kopf nach einer Ecke in Führung. Die Gäste waren sofort präsent, gewannen die Zweikämpfe und nahezu jeden zweiten Ball. Auch wenn im letzten Drittel nicht alles perfekt lief, kontrollierte Stern die Partie klar. In der 13. Minute erhöhte Amelie Großgebauer nach einer Ecke und einem Durcheinander im Strafraum aus spitzem Winkel auf 2:0. Friedrichshagen antwortete allerdings schnell: Nach Vorarbeit von Stella Kränig traf Leni Hänel nur zwei Minuten später zum 1:2-Anschluss, es sollte der einzige Moment bleiben, in dem sich Stern düpieren ließ.

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Die Antwort folgte prompt. Hannah Schmitz stellte in der 20. Minute nach Einwurf von Diana Steinmeyer den alten Abstand wieder her. Sie drehte sich um ihre Gegenspielerin und schlenzte den Ball aus spitzem Winkel in die lange Ecke. Noch vor der Pause sorgte Stern endgültig für klare Verhältnisse. Steinmeyer traf in der 38. Minute im Nachfassen zum 4:1, ehe Hannah Schmitz mit ihrem zweiten Treffer auf 5:1 stellte. Auch wenn sich im zweiten Durchgang etwas Leerlauf einschlich, geriet der Sieg nie in Gefahr. Den Schlusspunkt setzte erneut Lindemann in der 77. Minute nach starker Vorarbeit von Aldiana Ibrisevic.

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Bemerkenswert war vor allem die konzentrierte Herangehensweise. Nach dem emotionalen Topspiel-Sieg gegen die U20 des FC Viktoria 1889 Berlin bestand durchaus die Gefahr, die Partie zu unterschätzen. Doch Stern ließ sich auf keinerlei Nachlässigkeiten ein. Dass Roman Rießler trotz des klaren Spielstands zwischenzeitlich verärgert an der Seitenlinie wirkte, erklärte der Trainer nach der Partie selbst: „Ich kann da einfach nicht aus meiner Haut. Wir haben jetzt die Aufstiegsspiele gegen Chemnitz vor der Brust.“

Denn trotz aller Freude richtet sich der Fokus bereits auf das nächste große Ziel. Am 7. Juni steigt das Hinspiel gegen Chemnitz, eine Woche später folgt das Rückspiel zu Hause.

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Nach dem Schlusspfiff überwog dennoch die Zufriedenheit. „Es muss sicher erstmal sacken“, sagte Rießler. „Aber es ist auf jeden Fall eine Bestätigung unseres Weges und unserer harten Arbeit.“ Auch Bernd Fiedler, der gemeinsam mit Rießler die Vereinsspitze bildet, ordnete den Erfolg noch im Jubelkreis nach dem Schlusspfiff entsprechend ein: „Ihr könnt stolz sein, Berliner Meister wird man nicht aller Tage.“