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Spielbericht

 
Do, 16.11.2017
SFC Stern 1900 gg. FC Internationale --> 1:5
 
 
Im heutigen Pokalspiel hatten wir mit dem Verbandsligisten FC Internationale ein schweres Los "gezogen". Viele der Mädchen kennen wir noch aus der D und daher wussten wir, dass die Mannschaft einen hervorragenden Fußball spielen kann. Wir bauten auf unsere Heimstärke und hofften, vielleicht sogar das erste Tor zu schießen. Eine kurzfristige Absage unserer Stürmerin war natürlich ein echter Schlag, aber wir hofften, diesen Ausfall kompensieren zu können. Danke an dieser Stelle an Rosalie und Mia für die Unterstützung. Leider zeigte sich, dass dies heute nicht der Fall war. Wir fingen sehr unkonzentriert an, aber dennoch mit guten Aktionen nach vorne. So hatten wir sogar die Chance nach einem Fehler in der Hintermannschaft von Inter in Führung zu gehen, setzen aber nicht entschieden und schnell genug nach, sondern warteten kurz ab, um dann zu realisieren "hey, das ist doch eine Chance", die dann natürlich wieder verpuffte, weil die Torhüterin den Ball kurz vor unserer Spielerin "save" hatte. Und das machte in diesem Spiel den Unterschied zwischen uns und den kampfstarken Spielerinnen von Inter aus. Inter war eine Spur gedankenschneller, zielstrebiger und selbstbewusster als wir. Sie waren immer den einen Schritt früher am Ball, ließen uns kaum Raum, um unser Spiel zu entfalten und führten die Zweikämpfe auch robuster (eine Spur zu hart für meinen Geschmack, da vieles einfach nur mit gestrecktem Bein auf Kniehöhe ging und der Schiedsrichter da nicht oft genug eingeschritten ist). Also, eigentlich genau das, was wir uns vorgenommen haben. 
 
Leider ging Inter durch ein Handspiel im 16er und den darauf folgenden 11-Meter in Führung. Das war erstmal ein Dämpfer und es fehlt dann einfach der Impuls (vielleicht mal durch die Spielerinnen auf dem Feld) das Gegentor abzuhaken, die Zähne zu fletschen und konzentriert weiter daran zu arbeiten ins Spiel zu kommen. Inter witterte die Unsicherheit und machte nun natürlich Druck. Leider lassen wir uns durch den Gegner dann auch zu sehr vorführen. Passivität im Zweikampf, gerade kurz vor dem Strafraum lassen den Gegenspielerinnen so viel Freiraum, um sich den Ball schön auf den "Schokoladenfuß" zu legen und abzuziehen. So lagen wir, obwohl wir vorne gut mitspielten, relativ schnell 0:2 hinten. Nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Aber wir kamen nun besser ins Spiel und machten es Inter sichtlich schwerer zu kombinieren. Die guten Aktionen von Inter beschränkten sich im weiteren Verlauf auf Einzelaktionen, die wir gut, aber zu hektisch abwehrten. Wir agierten aber weiterhin zielstrebiger als zu Beginn der Halbzeit, was schließlich mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 belohnt wurde. Ein hoher Ball an die Strafraumgrenze und eine gute Annahme von Sophie brachten sie in Schussposition. Eine mit dem Vollspann super geschossene Bogenlampe in die linke Ecke ließ der Torhüterin von Inter keine Chance. Ab da war es ein Spiel, was keinen Klassenunterschied erkennen ließ. Inter geriet unter Druck und wir führten die Zweikämpfe nun aggressiver... Das Ergebnis nahmen wir mit in die Halbzeitpause.
 
Und wieder nahmen wir aus Halbzeit 1 nichts an Schwung mit in Halbzeit 2, sondern ließen uns mal wieder überrumpeln. Halbzeit 2 war ein Mix aus individuellen Fehlern, zaghaftem Zweikampfverhalten, fehlender Übersicht und unkonzentrierter Spielweise (nicht von allen!!!). Aber auch guten Spielzügen, vor allem über unsere starke rechte Seite. Leider viel zu selten und so schenkte uns Inter noch drei Tore ein. Allesamt mit einem Fragezeichen versehen, da diese Tore definitiv zu verhindern waren. Allerdings ist auch hier anzumerken, dass die Hälfte unseres Teams aus "hochgezogenen" 2005ern aus der D besteht, die teilweise gerade mal seit einem Jahr Fußball spielen. Das macht auf dem Platz natürlich in vielen relevanten Dingen einen riesigen Unterschied aus, wenn man gegen Teams spielt, in denen die Mädels größtenteils 2 Jahre älter sind. Von daher kann man sagen, dass wir uns noch am Anfang einer spannenden Reise in die Gepflogenheiten des Großfeld-Fußballs befinden und dafür machen die Kinder das schon sehr ordentlich. Nichtsdestotrotz muss man abschließend sagen, dass Inter unsere Passivität zwar sehr entgegen kam, sie aber verdient in die nächste Pokalrunde eingezogen sind. 
 
 
 
 
 
 
Sa, 11.11.2017
B.W. Hohen-Neuendorf gg. SFC Stern 1900 --> 5:1
 
 
Es war eine enttäuschende Vorstellung unserer Sterner. Wir konnten leider nicht an die hervorragende Leistung des Testspiels vor den Herbstferien gegen den Verbandsligisten Türkiyemspor (3:3) anknüpfen. Hohen-Neuendorf war heute in allen Belangen überlegen. Uns fehlte der Biss, den Gegner rechtzeitig zu stellen und so deren Zug zum Tor zu stören. Es fehlte der Wille, sich für das Team aufzuopfern und so das Spiel unter unsere Kontrolle zu bringen. Fehlende Laufbereitschaft, schwaches Zweikampfverhalten, sinnloses Weggebolze der Bälle (die man auch gut in den eigenen Reihen hätte halten können), begrenzte Übersicht, zögerliches Umschalten in die Defensive, keine Kommunikation untereinander... Das könnte jetzt ewig so weitergehen. Es sind immer dieselben Spielerinnen, sich für den Rest des Teams abrackern, während andere sich immer wieder (auch konditionell bedingt) eine "kreative Schaffenspause" gönnen und den Körper aber vor allem den Kopf in den Energiesparmodus schalten. Wir haben heute zwei Schritte zurück gemacht, anstatt auf unsere kontinuierlich steigende Leistung aufzubauen. Selbst das Anschlusstor zum 1:3 brachte kein Aufbäumen. Fast alle Tore von B.W. sind darauf zurückzuführen, dass wir im Strafraum und davor die Bälle blind irgendwohin kicken (oder gar nicht erst aus der Gefahrenzone bekommen), natürlich jedesmal in die Beine der anlaufenden Gegnerinnen und dann gespannt zugucken, was die denn so mit dem Ball anstellen. Wir standen uns heute, völlig unnötig, selber im Weg und haben B.W. das Spiel machen lassen. Bedingt durch die Passivität einiger Spielerinnen, hatte B.W. keine Probleme uns (fast) die gesamte Spielzeit über vorzuführen. Das wirft jede noch so gute taktische Planung über den Haufen. 
 
 
Es gab bei all der Kritik aber auch immer wieder einige Lichtblicke... Szenen, in denen wir gut kombinierten und zeigten, zu was wir eigentlich imstande sind. Allerdings viel zu selten und diese Situationen wurden nicht konsequent genug ausgespielt und vor dem Tor einfach zu leichtfertig vergeben.
 
 
Fazit: Bloß nicht abhaken, sondern als "Mahnmal" für jedes der kommenden Spiele im Hinterkopf behalten.
 
 
 
 

 

Sa, 14.10.2017

SV BW Berolina Mitte 49 II gg. SFC Stern 1900 --> 2:0

 

 

Heute stand der Spieltag unter keinem guten "Stern". Das 3. Spiel in 7 Tagen mussten wir leider in Unterzahl bestreiten, da eine Spielerin krankheitsbedingt kurzfristig ausgefallen ist, eine Andere sich am Vortag verletzt hat und eine Weitere Anfang der Woche wohl mündlich abgesagt hat, anstatt die sehr übersichtliche (und extra dafür eingerichtete) SpielerPlus-App zu nutzen. Alles Dinge, die passieren können und die dann letztendlich dazu führten, dass wir bei Bero 2 mit nur 9 Spielerinnen (von eigentlich 12 geplanten Sternern) antreten mussten. Das hatten wir uns natürlich anders vorgestellt und mussten uns früh am Morgen etwas einfallen lassen. Also, wurde umgestellt. Unsere 1. Torhüterin setzten wir schweren Herzens als Feldspielerin ein und unsere Ersatztorhüterin ging dafür in den Kasten. Die Devise lautete also hinten abzusichern. Mit einer Viererkette und drei defensiven Mittelfeldpositionen. Unsere einzige Sturmspitze war also die meiste Zeit auf sich alleine gestellt. Das klappte in der ersten Halbzeit über die meiste Zeit hervorragend und wir standen sehr sicher hinten, aber bekamen den Ball nicht unter Kontrolle. Klar, wir waren nach vorne immer wieder gefährlich, weil wir sichere Pässe spielen können und unsere Stürmerin vorne kaum zu bremsen ist. Aber es fehlte eindeutig die Hilfe aus dem Mittelfeld, sodass sie meistens 3 Gegenspielerinnen gegen sich hatte. Das Aufrücken aus dem Mittelfeld ist natürlich mit 2 Spielerinnen weniger nicht ganz so einfach umzusetzen, da die Absicherung nach hinten wichtiger ist, damit wir nicht in Konter laufen, auf die Bero natürlich gelauert hat. Wir hatten die dribbelstarken Gegenspielerinnen gut im Griff und konnten die Angriffe abwehren, aber uns auch nicht wirklich befreien, da die Verteidigung von Bero sehr aufmerksam agierte. Da fehlt es dann einigen Spielerinnen auch an der nötigen Erfahrung, dem Durchsetzungsvermögen und der Ruhe den Ball nicht nur blindlinks in irgendeine Richtung zu schießen, sondern auch unter Bedrängnis die Übersicht zu behalten. Leider spielten wir Bero die Bälle zu häufig direkt in die Füße und damit macht man einen Gegner, den man eigentlich mehr oder weniger unter Kontrolle hat, ungewollt stark.

 

So passierte es dann auch... In Minute 20 landete ein verunglückter, der Verteidigerin über den Schlappen gerutschter Befreiuungsschlag bei unser (Ersatz)Torhüterin. Aufgrund der fehlenden Erfahrung wusste sie nicht, ob sie den Ball in die Hand nehmen darf oder ob dies als Rückpass zählt. Leider wurde das SEHR laustarke Kommando vom Trainer, den Ball in die Hand zu nehmen erst hinterfragt und dann ignoriert, um dann letztendlich den Ball panisch mittig in Richtung der Strafraumgrenze zu kicken. Natürlich viel zu schwach. Anschließend bekam die irritierte Verteidigung den Ball auch nicht entscheidend unter Kontrolle und der Ball landete postwendend bei einer Spielerin von Bero, die im Rückraum einfach nur gewartet hat. Ihr anschließender halbhoher, nicht allzustarker und eher unplatzierter Schuss rutschte dann der Torhüterin zu allem Übel auch noch durch die Hände. Da brachte auch alles hinterher"krabbeln" nichts. Der Ball trumpfte hinter ihr wie in Zeitlupe einmal auf, sprang an den Innenpfosten und danach ins Tor. So ein unglückliches Tor. So dermaßen unglücklich, dass alle erstmal ein paar Sekunden sprachlos da standen. Das war ein Dämpfer und es herrschte allgemein etwas Unsicherheit. Wir konnten dennoch immer wieder aus dem Mittelfeld heraus unsere Sturmspitze einsetzen, die sich aber auch nicht alleine gegen die komplette Viererkette durchsetzen kann. Dennoch ging es auch darum, die Abwehr zu entlasten. Die Mädchen haben bis auf den unglücklichen Gegentreffer eigentlich sehr viel richtig gemacht und überstanden so die erste Halbzeit ohne weiteres Gegentor. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit wurden wir auch noch durch eine weitere Spielerin verstärkt, die glücklicherweise noch zum Platz gefunden hat. 

 

Halbzeit 2 starteten wir dann mit 10 Spielerinnen. Allerdings waren die Meisten, gerade die Außenspielerinnen, durch die kraftraubende erste Halbzeit nicht mehr ganz bei Kräften. Da half auch das durch die Eltern bereitgestellte Obst und Gemüse nicht viel. Das merkte man hauptsächlich daran, dass wir nicht mehr die Kraft hatten, die Gegner sofort zu stellen, was Bero natürlich Räume öffnete, die sie in Halbzeit 1 so gut wie gar nicht hatten. Daher standen wir hinten nicht mehr so sicher und die zusätzliche Unerfahrenheit im Stellungsspiel ließ uns schlechter aussehen als in Halbzeit 1, obwohl wir nun eine Spielerin mehr auf dem Platz hatten. Aber nach vorne spielten wir sicherer und gefährlicher. Die Verteidigung von Bero verstand es aber besser als wir, hinten die Ruhe zu bewahren und die Bälle notfalls weit raus zu schlagen. Da müssen wir noch einiges an Trainingseinheiten investieren, damit diese Mechanismen sitzen und wir uns nicht immer selber in Bedrängnis bringen. Ja, wir hatten Torchancen. Diese wurden nicht wie in den vorangegangen Spielen eiskalt genutzt, was sicher wünschenswert gewesen wäre. Der Anschlusstreffer hätte den Spielverlauf besser verdeutlicht. Gerade deswegen, weil wir uns in Minute 45 wieder so ein unglückliches und verhinderbares Tor eingefangen haben. Der Ball konnte nicht geklärt werden, landete bei der nachsetzenden Spielerin von Bero. Unter Bedrängnis konnte diese den Ball von ca. 10 Metern noch irgendwie Richtung langes Eck bugsieren und der Ball landete hinter unserer hinterschauenden Torhüterin dann auch tatsächlich im Netz. Bero setzte jetzt weiter nach, blieb aber trotz des spielerischen Übergewichts ohne weiteren Torerfolg und das wäre auch unverdient gewesen, da die Torchancen in etwa ausgeglichen waren.

 

Den heutigen Unterschied machte eindeutig die Überzahl von Bero aus und dass ihr Sieg durch den Ausfall einiger Stammkräfte begünstigt war. Wir können aus dieser Niederlage aber einiges an Erfahrung mitnehmen und auch die Kinder wissen, wo ihre individuellen Defizite liegen, die es zu trainieren gilt. Leider ist in jedem Spiel zu erkennen, dass einige sich die volle Spielzeit abrackern, während wiederum andere sich eine Auszeit gönnen und locker über den Platz traben. Das muss sich in den nächsten Spielen ändern. Ansonsten haben wir das Beste aus dem Spiel und es Bero sichtlich schwer gemacht, sich spielerisch zu entfalten. Wenn wir in voller Stärke angereist wären, dann wäre das Spiel hier sicher mit einem anderen Spielstand versehen gewesen. Bero hat starke Spielerinnen und eine gute Mannschaft, keine Frage, aber dem stand eine entschlossene Defensive von Stern gegenüber, die sich hier nicht abschießen lassen wollten und das ist uns gelungen.

 

Jetzt können sich alle über die längere Spielpause ausruhen und wieder zu Kräften kommen, damit wir im nächsten Spiel wieder voll(zählig) angreifen können.

 

nMi, 11.10.2017

SFC Stern 1900 gg. SV Lichtenberg 47 --> 4:1

 

Grauenhafter Platz, hervorragendes Wetter, geschlossene Mannschaftsleistung, stellenweise überragender Fußball, absolut gerechtfertigtes Ergebnis. Aber Eins nach dem Anderen...

 

Ein herrlicher Mittwoch Abend brachte uns für das erste Pokalspiel an unsere Trainingsstätte, den verhassten Platz am Immenweg. Dass dieser Platz für offizielle Spiele freigegeben ist, stimmt nachdenklich. Training ok... aber Spiele? Zumindest kennen unsere Mädchen diesen Platz schon seit geraumer Zeit und können mit seinen Macken sicher besser umgehen als unser Gegner, was uns einen kleinen Vorteil verschaffen könnte. Zu Gast war der SV Lichtenberg 47, der sicher eine weite Anfahrt hat, aber leider, nach Aussage der Trainer, aufgrund der heutigen Verkehrsbedingungen erst 15 Minuten vor Spielbeginn eintrudelte. Der Schiedsrichter war so nett, das Spiel etwas später anzupfeifen, damit sich die Lichterberger Mädchen noch warm machen können. Thumbs up. Wir haben die Zeit genutzt und unser obligatorisches Aufwärmprogramm abgespult. Die Mädchen waren fit und bereit für die Partie. Großartig einstimmen brauchten wir sie nicht. Sie waren hochmotiviert und euphorisiert vom letzten Heimsieg. Genau da wollten wir weitermachen... 

 

Leider waren die ersten 15 Minuten sehr zerfahren. Nach einer Großchance von Zoe in der 2. Minute, die eigentlich zum 1:0 hätte führen müssen und einer weiteren Chance in der 6. Minute, abermals Zoe durch eine Vorlage über die rechte Außenbahn von Sophia, gaben wir das Spiel aus der Hand. Individuelle Fehler und verschlafen wirkendes Defensivverhalten begünstigten nach unser Großchance die wütenden Angriffe der Lichtenberger. Wir bekamen die Bälle nicht aus der Gefahrenzone rund um den 16er, spielten blinde Pässe, die meistens direkt bei den Gegnerinnen landeten und waren allgemein einfach zu passiv. Entlastung nach vorne? Fehlanzeige! Jedoch wehrten wir die Angriffe ab, auch durch eine vollkonzentrierte Leni im Tor, deren Ruhe die Anderen langsam zu beeinflussen schien. Nach den ersten wilden 15 Minuten waren wir konzentrierter, kontrollierten den Ball und auch den Gegner immer besser und erarbeitenen uns wieder mehr Raum in Richtung gegnerisches Tor und so auch wieder die nötige Ruhe, die wir benötigen, um zu unserem Spiel zu finden. Auch trotz der wilden Gestikulierungen und lautstarken Korrekturen durch das (momentan noch) unzufriedene Trainergespann. In der 23. Minuten sollten die Bemühungen geschickt und zielsicher nach vorne zu agieren endlich belohnt werden, als Zoe nach einem tollen Doppelpass zwischen Sophie und Sophia auf rechts und einem anschließend genial gespielten Pass in die Schnittstelle der Lichterberger Defensivreihe auf die Reise geschickt wurde. Eiskalter Abschluss zum befreienden 1:0. Erleichterung und euphorischer Jubel beim Trainergespann und den "Fans". Sofort setzten wir nach und machten Druck auf den Ball und den Gegner. Und so war es wieder Zoe, die den Verteidigern in Minute 25 enteilte, die Torhüterin aussteigen ließ und den Ball locker über die Torlinie schob. Der Gegner hatte zwar auch schnelle Angreifer in seinen Reihen, jedoch wurden diese jedesmal von Toni und Lina auf den Außenbahnen abgelaufen und in der Mitte warteten unsere Doppel-6 und die beiden IV Jojo und Larissa, die es immer wieder schafften, die Bälle zu klären. Manchmal aber etwas zu konfus. Hatte doch mal ein Ball den Weg Richtung Tor gefunden, so war Leni auf dem Posten und sorgte für Sicherheit. Am Ende der 1. Halbzeit stand es richtigerweise 2:0 für uns. 

 

Die zweite Halbzeit startete auf Augenhöhe und es ging hin und her, allerdings waren wir kontrollierter und ruhiger, aber auch manchmal etwas zu leichtsinnig und passiv. Wir kontrollierten das Mittelfeld, in dem Doreen und Sophie immer wieder Akzente nach vorne setzen konnten, auch über die Außen waren wir gefährlich, was den Gegner zu Fehlern in der Viererkette zwang. Jedoch fehlte es wieder mal an der letzten Entschlossenheit und/oder dem richtigen Zeitpunkt des Abspiels. Zoe beendete in Minute 50 den "Spuk", indem sie über die halblinke Seite nach einem eroberten Ball im Mittelfeld zwei Gegnerinnen stehen ließ und auch eine dritte, als sie sich mit einer Finte den Ball auf den rechten Fuß legte, um dann von der Strafraumgrenze aus das Leder ins kurze Eck zu wuchten. 3:0. Lichtenberg konnte anschließend durch zwei eingewechselte Spielerinnen sehr körperbetont für etwas "Gegengewicht" sorgen, aber wir hatten uns schnell auf sie eingestellt und konnten Ihnen zwar körperlich nicht viel entgegensetzen, aber waren durch ein gutes Stellungsspiel im Mittelfeld und in der Defensive immer wieder in der Lage die Vorstöße abzublocken und zum Konter anzusetzen. In Minute 60 belagerten wir das Tor regelrecht und die Torhüterin musste direkt nacheinander Schüsse von Zoe, Vivi und Sophie abwehren. Die anschließende Ecke durch Lina war gefährlich, aber brachte nichts ein. Ein zu kurzer Abschlag der Torhüterin von Lichtenberg in der 63. Minute, brachte Zoe in Position, die der Verteidigerin den Ball abluchste und sicher ins lange Eck zum 4:0 und zu ihrem 4. Tor einnetzte. Allerdings blieb Lichtenberg auch weiterhin mit ihren starken Mittelfeldakteuren gefährlich und holte über die rechte Außenbahn in Minute 65 eine Ecke raus. Aus unerklärlichen Gründen ließen wir die Lichtenberger die Ecke kurz auf die Strafraumecke spielen, griffen anschließend aber auch nicht die zum Schuss ansetzende Spielerin an und so kam es wie es kommen musste... Der Ball segelte über die etwas zu weit vor dem Tor stehende Leni unter die Latte. Der 4:1 Anschlusstreffer. Nicht ganz unverdient, aber trotzdem verhinderbar. Jetzt hatte Lichtenberg etwas die Oberhand und kam in den folgenden Minuten ein paar Mal gefährlich vors Tor, aber die Abwehrspielerinnen machten aber ihren Job gut und Leni war hinten absolut nicht aus der Ruhe zu bringen.

 

Abpfiff eines tollen Spiels mit tollen Torraumszenen und wunderbaren Spielzügen, aber auch mit kleinen Abzügen in der B-Note.

 

 

 

So, 08.10.2017

SFC Stern 1900 gg. Berliner TSC --> 4:0

 

Endlich. Das erste Heimspiel.

 

Lausiges Wetter auf dem geliebten Sterner, aber die Mädels waren von Anfang an hellwach und haben sich gut aufgewärmt. Als Gegner hatten wir den Berliner TSC zu Gast, der wie wir bisher noch ohne einen Punkt im unteren Tabellendrittel zu finden war. Wir waren im höchsten Maße motiviert, unsere ersten drei Punkte einzufahren. Der Gegner allerdings auch und die taktische Ausrichtung war klar... Den Ball und den Gegner kontrollieren, hinten sicher stehen und schnell nach vorne spielen. Dies gelang uns von Anfang an außergewöhnlich gut, wir hatten mehr Spielanteile und waren sicherer in der Defensive und im Spielaufbau als in den vorangegangenen Spielen. Allerdings kam auch der TSC zu seinen Chancen. Doch im Gegenzug setzten wir immer wieder konsequent unsere Schnelligkeit im Spiel nach vorne ein. Was leider noch nicht ganz greift, ist das Verständnis gestaffelt nach vorne zu agieren, wenn wir beispielweise über die Außen durchbrechen. Das Umschaltspiel klappt hier noch nicht so wie angestrebt und so standen im Verlauf des Spiels das eine ums andere Mal die Außen alleine auf weiter Flur und der Rest der Offensivabteilung trabte gemächlich hinterher.

 

Dennoch waren wir die spielbestimmende Mannschaft und in Minute 10 erzielte Zoe durch ein gutes Zusammenspiel mit Fine das erste Tor. Unser erstes Heimtor. Yes. Danach hatten wir die anfängliche Aufregung abgelegt, da wir unter keinen Umständen in Rückstand geraten wollten und erspielten uns Torchance um Torchance. Wir gingen zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich sträflich mit unseren Torchancen um, allerdings ist anzumerken, dass der eine oder andere Angriff besser hätte ausgespielt werden können, da sich der Gegner mit unserem variablen Spiel sichtlich schwer tat. Wir hatten gute Möglichkeiten durch Sophia und Fine, die sich über Außen sehr gut durchsetzten. Auch Deborah spielte sich immer wieder energisch nach vorne durch und suchte den Abschluss. Es war schließlich Mia, die in einer von der TSC-Torhüterin eigentlich geklärten Situation nachsetzte und aus kurzer Distanz einnetzte. 2:0 in Minute 20 und wir machten weiter Druck. Doreen hatte das Mittelfeld unter Kontrolle und spielte kluge Pässe. Unsere Abwehr stand gut, stellte immer wieder die Räume zu und hatte die Sturmspitze vom TSC zu jeder Zeit im Griff. Wir hatten nach dem 2:0 gute und auch gefährliche Torchancen. Jedoch war es wiederum Zoe, die einen Schnitzer der linken Abwehrseite vom TSC ausnutzte und der Torhüterin mit ihrem Flachschuss zum 3:0 keine Chance ließ. Wir hatten anschließend noch eine Ecke, die nichts einbrachte. Halbzeit!

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit nahmen wir etwas das Tempo raus, was aber auf unsere Spielkontrolle keinen spürbar negativen Einfluss hatte. In Minute 38 erzielte Doreen mit einem knackigen Schuss aus halbrechter Position das 4:0. Die Torhüterin hatte zwar noch die Finger am Ball, aber der Ball war zu satt getroffen. Wir waren zu dem Zeitpunkt der sichere Sieger, aber ließen im Anschluss leider auch gute Chancen liegen, wie in Minute 52, als Zoe die Abwehr im Strafraum schwindlig spielt und sich den Ball nochmal auf den rechten Fuß legt und der heranpreschenden und abtauchenden TSC-Torhüterin den Ball mit voller Wucht auf den Körper ballert. Danach war das Spiel kurz unterbrochen, aber die Torhüterin des TSC konnte glücklicherweise weiterspielen. Eine unglaubliche Aktion, um das eigentlich sichere 5:0 abzuwehren. Super Einsatz. Muss man anerkennen. Danach passierte bis zum Abpfiff nicht mehr viel.

 

Wir steigern uns von Spiel zu Spiel. Das Spiel über die einzelnen Positionen klappt immer besser und wir können auch in hektischen Momenten die Ruhe bewahren. Allerdings spielen wir gute Torchancen oftmals zu hektisch und ohne Übersicht. Klar, wir hätten in diesem Spiel gut was für das Torverhältnis machen können. Aber hier geht es darum, in Spielen mit weitaus weniger Torchancen die Angriffe sicher auszuspielen und so wenig wie möglich "liegen zu lassen". Bisher haben wir in jedem Spiel getroffen. Das stimmt zuversichtlich.

 

 

 

So, 01.10.2017

SV Adler vs. SFC Stern 1900 --> 8:1

 

Ja, bei dem Ergebnis kann man von einer (zu) hohen Niederlage sprechen. Ja, die Tore waren teilweise mehr als unglücklich, schmälern aber auch nicht die Leistung der Mannschaft. Aber erstmal ganz von vorne:
 
Mit dem SV Adler hatten wir am vergangenen Sonntag einen Gegner, der alle Vorteile auf seiner Seite hatte. Die C-Mädchen von Adler sind mit 4 Auswahlspielerinnen ausgestattet, haben die Möglichkeit vier (!!!) Mal die Woche zu trainieren (auf heimischem Platz) und haben einen eigenen Fitnesstrainer. Und... ach ja. Adler hatte ein Heimspiel. 
 
Was kann man dieser Mannschaft entgegen setzen? Die Marschrichtung war klar: Hinten sicher stehen und jede sich bietende Möglichkeit auf Konter zu nutzen. Das klappte leider nicht so wie geplant. Unser Problem ist weiterhin, dass wir die Bälle nicht aus dem Strafraum bekommen. Zumindest nicht so, dass man nach einer gefährlichen Situation Zeit hat sich neu zu sortieren, eventuell sofort umzuschalten und auf den Konter zu gehen. Die Möglichkeiten waren da. Wir spielten Adler die Bälle jedesmal in die Füße. Adler stand mit der Defensivreihe fast 5 Meter in unserer Hälfte und presste uns in und an den eigenen Strafraum. Ein kluger Pass nach vorne oder einfach nur mal ein Befreiungsschlag über die Mittellinie hätte gute Chancen auf Erfolg gehabt. So konnten wir die ersten zehn Minuten die Angriffe von Adler noch relativ gut entschärfen. In Minute 11 konnte die Nummer 10 von Adler aber einen individuellen Fehler ausnutzen und wir lagen zurück. Wir schafften es nicht, uns spielerisch zu befreien und für Entlastung zu sorgen. Minute 21 und das 2. Tor für Adler, wieder durch die Nummer 10 und wieder sahen wir nicht besonders gut aus.
 
Aber wir kamen nach dem zweiten Gegentor besser ins Spiel. Kämpferisch erwischten wir Adler etwas auf dem falschen Fuß. Wir waren bissig im Zweikampf und ließen uns auch nicht durch die sichtbar härtere Gangart von Adler (der Schiedsrichter hat so gut wie nichts gepfiffen) aus der Ruhe bringen. Wir hielten dagegen. Dennoch bekamen wir in Minute 32 das 3. Tor. Doch das brachte uns nicht in Verlegenheit, da wir direkt das Anschlusstor machten. Ein hervorragender Pass von Doreen über die Abwehrreihe von Adler und Zoe war auf und davon, schoss aus 16 Metern ins Eck und ließ der Torhüterin von Adler keine Chance. So hätten wir von Anfang an spielen sollen. Jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe, wir hielten Adler in Schach und erspielten uns Möglichkeiten. Allerdings nicht zwingend genug. Doch kam uns in unserer stärksten Spielphase der Halbzeitpfiff dazwischen. 
 
In Halbzeit Zwei wechselten wir die Torwart-Position. Leider nahmen wir den Schwung aus der ersten Halbzeit nicht mit und brachen regelrecht ein. Mehrere Fehler im Defensivbereich machten die Nummer 10 von Adler zur Matchwinnerin. Ja, die Tore waren gut geschossen, aber ein erfahrenerer Torhüter hätte die Weitschüsse, vielleicht nicht immer locker, aber definitiv entschärft. Wir konnten zwar immer wieder stark nach vorne spielen, aber verpassten den richtigen Zeitpunkt des Passspiels. Adler hatte oftmals im letzten Augenblick noch einen Fuß oder ein Bein dazwischen, um erfolgreich abzuwehren. Aber genau das macht den Unterschied aus. Wir hatten die starke Nummer 10 in Halbzeit 2 zu keiner Zeit im Griff und so konnte sie noch 4 weitere Tore erzielen. Natürlich auch begünstigt durch zu passives und zaghaftes Defensivverhalten und Glück, dass der Ball überhaupt über die Linie ging. Nichtsdestotrotz war Adler hier die bessere Mannschaft, hatte starke Angriffe und eine gute Verteidigung. Die Nummer 10 hat 6 Tore erzielt, was natürlich für sich spricht. Aber wir haben es ihr leicht gemacht und genau da gilt es anzusetzen.
 
Trotz der vielen Gegentore ist eine klare Tendenz nach oben zu erkennen. Denn wir haben die entsprechende Moral uns ins Spiel zu kämpfen und besitzen die spielerischen Möglichkeiten uns Torchancen zu erarbeiten. 
 
 
 

So, 17.09.2017,  FFC Berlin 2004 - SFC Stern 1900 --> 5:2

 

So. Hier standen wir nun.

Eine Mannschaft, die aus 3 Jahrgängen besteht, hauptsächlich 2005 (sehr jung für die C-Jugend) und sich erst finden musste, zwei Trainer, die noch nie zusammen gearbeitet haben und letztendlich die gute Seele des Teams, unsere Betreuerin Angela. Stern 1900 leidet weiterhin an den ausgedünnten Kadern der drei Juniorinnenmannschaften. Es fehlen eindeutig Spielerinnen, die die Mannschaften in der Breite verstärken. Whatever… alle sind bereit ihr Bestes zu geben.

Erstes Spiel beim FFC. Auswärts (Nebenbei bemerkt: ein schönes Gelände, welches der FFC besitzt). Findungsphase: Wie gelingt den Mädchen der Umstieg aufs Großfeld (auch die älteren C-Mädels, 2003, haben letztes Jahr Kleinfeld gespielt), wie gut greifen die taktischen Vorgaben der Trainer, können wir mit eingespielten Mannschaften mithalten und wo stehen wir überhaupt? Einige Spielerinnen gingen durch Erkältungen geschwächt ins Spiel und wir hofften einfach, dass sie durchhalten.

Leider konnte unsere 1. Torhüterin nicht und so musste unsere Ersatztorhüterin, die erst seit ein paar Monaten Fußball spielt, gleich im ersten Spiel „ins kalte Wasser“ springen und durchspielen. Was vorweg erwähnt fast durchweg überzeugend war. In den ersten knapp 20 Minuten spielten wir gut mit, aber unser altes Problem war sofort sichtbar. Die Entlastung nach vorne fand zu wenig statt. Kreative Spielzüge, mal der eine oder andere Konter, fehlten einfach. Wir verspielten im Mittelfeld gute Chancen. Das machte der FFC besser, der wahrscheinlich auch einfach den Vorteil der „Eingespieltheit“ hatte. Man merkte, hier klappten die Spielzüge, aber dennoch standen wir hinten recht gut. Leider fehlt uns in der Defensive noch der Überblick, nicht nur den Ball im Auge zu behalten, sondern auch den Gegenspieler. So fingen wir uns ab der 18. Minute relativ schnell 2 Tore ein, die fast alle nach demselben Schema abliefen. Wir bekamen den Ball nicht aus dem Strafraum, nachdem die Torhüterin abgewehrt hatte und im Rückraum standen die FFCler frei und konnten ganz entspannt abziehen (so sind 4 Tore gefallen).

Nicht, dass der FFC nicht das spielerische Übergewicht gehabt hätte, aber rausgespielte Tore waren auch hier Fehlanzeige. Da waren wir besser. So spielten wir in Halbzeit 2 mehrmals konsequent nach vorne. Einmal scheiterte die bärenstarke Zoe an der Torhüterin, bei der sie sich leicht verletzte und erstmal ausgewechselt werden musste und sonst hat die Verteidigung vom FFC gut, aber auch mit Glück verteidigt. So wie wir in einigen Situationen auch. Zwei Mal spielten wir direkt nach vorne, einmal direkt nach einem Gegentor und brachten Zoe in Position, die sich stark gegen 4 Gegenspielerinnen durchsetzte und die Torhüterin aus spitzem Winkel in der kurzen Ecke überraschte und ein weiteres Mal nach dem 1:4 aus leicht abseitsverdächtiger Position mit ihrer Schnelligkeit alle Gegenspielerinnen abhängte und sicher zum 5:2 verwandelte. Der FFC bekam vorher einen unberechtigten Elfmeter zugesprochen (Arm war am Körper angelegt und bewegte sich nicht aktiv Richtung Ball), den die Spielerin mit etwas Glück verwandelte, da Amelie noch die Fingerspitzen an den Ball bekam, der hoch in die Ecke geschossen wurde. Des Weiteren hatte der FFC Glück, dass eine Spielerin nicht vom Platz gestellt wurde, da sie in der zweiten Halbzeit Zoe von den Beinen holte, nachdem diese nach einer Balleroberung den Turbo eingeschaltet hatte und somit ein taktisches Foul beging. Dieselbe Spielerin stieg kurze Zeit später mit einem weiteren gelbwürdigen Foul an der Außenlinie ein. Hier und auch in einigen anderen Situationen, wie auch beim Elfmeter, profitierte der FFC eindeutig von der Unerfahrenheit des Ersatzschiedsrichters. Dennoch hat der FFC verdient gewonnen, weil sie letztendlich einfach konsequenter und abgezockter vorm Tor waren.

 

Zu erwähnen sind die starken Leistungen unserer Doppeltorschützin Zoe, unserer Ersatztorhüterin Amelie und unserer Abwehrchefin, in diesem Spiel auch Ersatzkapitänin, Larissa, die einige Bälle von der Linie gekratzt hat.

 

Was können wir aus diesem Spiel mitnehmen?

Trotz spielerischer Unterlegenheit können wir Tore schießen und wir haben die Moral auch nach einem Rückstand von 4 Toren weiter nach vorne zu spielen.

Sicher, es muss Einiges feinjustiert werden. Aber dafür, dass dies unser erstes Spiel war, können wir positiv auf den weiteren Verlauf der Saison blicken, da wir sicher die Fehler, die wir in diesem Spiel gemacht haben, abstellen können und einfach sicherer auftreten.

  

[Mittwoch, 23.05.2012]   FC Hertha 03 - Stern 1900   1:4

C-Mädchen holen den Berliner Meistertitel 2012

Mit einem 1:4 (0:0) Auswärtserfolg beim FC Hertha 03 haben sich die C-Mädchen am Mittwochabend bereits vor dem letzten Spieltag die Berliner Meisterschaft gesichert. Aber der Weg zu diesem Erfolg war steinig.

Vielleicht war es ja doch ein wenig die Aufregung vor diesem vermeintlich so wichtigen Spiel, oder es lag ganz einfach an der enormen Hitze, die drückend über dem Spielfeld lastete. In jedem Fall fanden die Sterner ungewohnt schwer zu ihrem Spielrhythmus. Nach einem verheißungsvollen Beginn mit einigen schnellen Angriffen und Schüssen, die das gegnerische Tor nur knapp verfehlten, verflachte die Partie nach nicht einmal 10 Minuten zusehends. Während die Gegnerinnen kein Mittel gegen die gewohnt sichere Abwehr fanden, stand sich Stern im Angriff in erster Linie selbst im Weg. Unnötig hektische Pässe und ein konfuser Spielaufbau verwandelten das Spiel in ein unkoordiniertes Gekicke im Mittelfeld. Spätestens zur Halbzeit lagen dann bei den Spielerinnen, dem Trainer und den zahlreichen mitgereisten Zuschauern auch noch die Nerven blank und mit einem etwas frustrierenden 0:0 ging es in die Kabine. Zu diesem Zeitpunkt war es das wohl schlechteste Spiel der Mannschaft in dieser Saison.

Nach der desolaten ersten Halbzeit konnte der zweite Durchgang eigentlich nur noch besser werden und es war eine beherzte Einzelaktion, die tatsächlich kurz nach dem Wiederanpfiff die Führung für Stern brachte. Zwar glich Hertha 03 postwendend aus, als eine gegnerische Stürmerin den ersten wirklich energischen Angriff der Gastgeberinnen erfolgreich abschloss, doch Stern fand nun besser ins Spiel und erhöhte den Druck deutlich. Nach einem Eigentor der Herthanerinnen war der Damm dann gebrochen und es fielen noch zwei weitere Tore bis der Schiedsrichter schließlich zum erlösenden Endstand von 1:4 abpfiff.

Mit 4 Punkten Vorsprung auf Grün-Weiß Neukölln sowie 5 Punkten auf den 1. FC Union sind die C-Mädchen von Stern damit bereits vor dem letzten Spiel gegen den BSC Marzahn am 10. Juni von den Verfolgern in der Liga nicht mehr von der Spitze zu verdrängen und können sich über den Meistertitel als Abschluss einer spielerisch wie kämpferisch teilweise sensationellen Saison freuen.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

stern c 2012